Transportwege ermöglichen. Das heißt, die Netze verfügen über eng vermaschte Verbindungen. Kommt es an einer Stelle zu einer Unterbrechung, kann der Strom über andere Leitungen in der Regel schnell wieder fließen. Das zeigt sich auch daran, dass in Frankfurt der Strom seltener aus- fällt als anderswo im Land. Die durchschnittliche Unter- brechungsdauer bei Endverbrauchern – der sogenannte SAIDI – betrug 2024 in der Stadt 8,95 Minuten, während der Bundesdurchschnitt bei 11,68 Minuten lag. Das macht das Frankfurter Netz schon heute zu einem der zuverläs- sigsten in Deutschland. Damit die Menschen und Unternehmen auch in Zukunft auf eine sichere Versorgung mit Elektrizität vertrauen können, müssen die Stromnetze ertüchtigt werden. Hier geht es um zusätzliche und modernisierte Umspannwerke, um beste- hende Kabel, die erneuert werden müssen, und um Leitun- gen, die durch leistungsfähigere Stränge zu ersetzen sind. Aufgaben, an denen Mainova kontinuierlich arbeitet. Kon- kret bedeutet das: Mainovas Netztochter NRM Netzdienste Rhein-Main und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT erweitern die Stromversorgungskapazitäten in Frankfurt in den nächsten Jahren um rund 1.000 Megawatt (MW). Das entspricht einer Verdopplung der bestehenden Netzkapazi- täten – und damit dem Bedarf einer Stadt mit einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern, also beispielsweise zwei- mal Hannover. Bauen im Herzen der Stadt Bis 2040 sollen für die Wärmewende – also den Umbau der Frankfurter Wärmeversorgung von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien – über 1.000 Kilometer neue Stromleitungen verlegt, rund zehn neue Umspannwerke gebaut und ein Großteil der bestehenden 40 Umspann- werke erneuert oder erweitert werden. Dafür investiert Mainova in den nächsten fünf Jahren rund 900 Millionen Euro in Bau- und Erneuerungsmaßnahmen. Ein wichtiger Teil der vorgesehenen Ausbaumaßnahmen ist das Projekt Ostspange im Frankfurter Osten. In Zusam- menarbeit mit dem Übertragungsnetzbetreiber verdoppelt die NRM dazu die Einspeiseleistung an einem der wichtigs- Baustellen brauchen Zeit. Und Kochen ein starkes Stromnetz. Wir bauen das Frankfurter Stromnetz aus – in Sachsenhausen und in vielen Stadtteilen. 70er-Jahre-Chic: Blick in ein Umspannwerk, das bald von modernster Technologie abgelöst wird. ten Übergabepunkte der Stadt. Seit 2024 wird etappen- weise an dem 8,5 Kilometer langen Abschnitt gebaut. Voraussichtlich im Jahr 2027 soll alles fertig sein. Die zusätzliche Leistung wird unter anderem auch dank der Ostspange weiter in Richtung Innenstadt geführt. Ein weiteres aufwendiges Großprojekt sind die laufenden Umbauten an Mainovas Umspannwerken wie derzeit am größten in Frankfurt-Nord. Die Umspannwerke fungieren als die lebenswichtigen Knotenpunkte des Netzes. Dazu nehmen sie Energie in hoher Spannung auf, transformieren sie und geben sie in der richtigen Spannung an das feine Verteilnetz weiter. Ohne diese Knotenpunkte würde das Netz überlastet oder unterversorgt. Jedes modernisierte oder neue Umspannwerk macht das Netz stabiler, wider- standsfähiger und belastbarer. Es sorgt dafür, dass Energie überall in der richtigen Intensität ankommt und zuverlässig fließt. Zum Ausbau des Stromnetzes gehören neben der Verstär- kung der Umspannwerke auch die Erneuerung und der Ausbau der Stromleitungen. Dabei werden leistungsstarke 110-kV- Kabeltrassen erneuert oder komplett neu verlegt, oft über Kilometer hinweg und mitten durch dicht bebaute Stadtteile, um zuverlässig Strom für Unternehmen, Bürge- rinnen und Bürger bereitzustellen. Das erfordert nicht nur präzise Planung, sondern auch viel Rücksicht auf Anwohnende, Verkehr und bestehende Infrastruktur, die teilweise seit Jahr- zehnten unter Straßen und Plätzen liegt. Lohnender Einsatz für alle Baustellen in diesem Maßstab bedeu- ten immer auch temporäre Einschrän- kungen im Alltag. Bei den Arbeiten im eng bebauten Stadtgebiet müssen Straßen und Kreuzungen gesperrt, Busse und Autos umgeleitet sowie 5 Frank Winkler Gastronom, Daheim bei den Drei Steubern, Dreieichstraße mainova.de/es-geht-voran